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SV Volpertshausen vs. TG Neuenhaßlau - Ein 3:0 Sieg als Krimi 


Wer nur das Ergebnis liest, denkt vielleicht: glasklare Sache. Aber von wegen! Unser 3:0-Sieg gegen die TG Neuenhaßlau war kein Herbstspaziergang, sondern ein episches Kräftemessen mit einem Gegner, der uns von der ersten bis zur letzten Sekunde die Stirn bot.

Satz 1 – Marathon mit kaputtem Ball

Schon der Auftakt war ein Drama: wir starteten wacklig, lagen schnell 3:8 hinten. Trainer Alex griff zur frühen Auszeit, schüttelte uns wach – und plötzlich war’s ein anderes Spiel. 

Und dann kam er: der wohl längste Ballwechsel der SVV-Geschichte. Minutenlang flog der Ball hin und her, Abwehr, Angriff, Block, wieder Abwehr – alle in der Halle hielten irgendwann den Atem an. Gefühlt hätte man in der Zwischenzeit eine Pizza bestellen und liefern lassen können. Aber nein: der Ball blieb im Spiel. Ein epischer Moment, der gewiss im nächste Weihnachtsfeier-Quiz abgefragt wird.

Punkt für Punkt kämpften wir uns zurück, bei 17:17 bebte die Halle. Die Rallyes wurden länger, die Fans atemlos, und zwischendrin verabschiedete sich sogar ein Ball ins Jenseits. Kein Witz – wir spielten so heftig, dass er kaputtging.

Am Ende blieb’s ein Krimi: 22:24 für uns, Neuenhaßlau nahm eine Auszeit. Doch wir ließen uns nicht mehr bremsen, zogen eiskalt durch und holten uns den Satz mit 26:24.

Satz 2 – Aus dem Nichts: Rudi!

Nach kurzer Pause ging’s mit derselben Aufstellung weiter – wacher, präsenter, aber nicht weniger nervenaufreibend. Wieder ellenlange Ballwechsel, wieder Abwehraktionen, bei denen Neuenhaßlau gefühlt über den Hallenboden flog, um Bälle zu kratzen. Bei 20:21 nahm Alex eine Auszeit, um die Nerven zu sortieren. Doch knapp blieb’s trotzdem: 23:24 für Neuenhaßlau.

Am Aufschlag eigentlich Patty. Doch Moment mal – was passiert da in der Wechselzone? Rudi macht sich bereit. Ganz ohne Einspielen, ganz ohne Zögern. Mit einem klaren Auftrag. Zwei Aufschläge später: 26:24 für uns. Bank explodiert, Fans stehen Kopf. Volleyball kann so herrlich sein.

Satz 3 – Kontaktlinse gone, Spannung da

Der dritte Satz begann stark: 3:1 Führung. Neuenhaßlau konterte mit einem Wechsel – und kurz darauf kam ein Comedy-Highlight: Patty fuchtelt plötzlich wild mit den Armen, als wollte sie ein Flugzeug einweisen. Kontaktlinse weg! Zack, Wechsel – Rudi wieder rein.

Danach: Pingpong der Führungen. 14:12 für uns, 17:18 für Neuenhaßlau, 22:21 für uns, 23:22 für die Gegner. Die Führung wechselte öfter als der Ball die Netzkante. Die Halle kochte, Fans und Bank hielten es kaum noch aus.

Und dann kam er, der ultimative Nervenkitzel: 24:24. Der Ball flog hin und her, das Publikum hielt kollektiv die Luft an, auf der Bank saß schon längst keiner mehr. Ganz nach SVV-Manier machten wir es spannend bis zum letzten Moment. Und dann packten wir zwei Punkte drauf. Natürlich – wie soll’s auch anders sein – 26:24. 

Fazit

Drei Sätze, dreimal 26:24 – das muss man erstmal schaffen! Jeder Satz ein Krimi für sich. Die Fans und die Bank waren völlig hin und weg, zwischen kollektiven Herzstillständen, Aufschreien und Jubel lag oft nur ein einziger Punkt.

Besonders on fire: INGO BINGO, die mit ihren Angriffen regelmäßig Bretter verteilte und die Gegner zur Verzweiflung brachte. Dazu eine Mannschaft, die immer wieder Rückstände wegsteckte, sich gegenseitig pushte und am Ende mit stählernen Nerven den Sieg holte.

Fazit: Ein 3:0, das sich nach dreimal Showdown anfühlte. Wer dabei war, hat besten Volleyball erlebt – spannend, mitreißend und so unterhaltsam, dass selbst Netflix bei Alex um die Videorechte anklopfen könnte.


ree

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