Die Volleyballschlacht der Siebenunddreiviertel-Meere
- svv-damen1
- vor 6 Tagen
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Die Volleyballschlacht der Siebenunddreiviertel-Meere
„Na Kinners, geht’s in die Koje?“ „Opaaaa, erzähl uns erst nochmal die Geschichte von deinem gigantischen Volleyballspiel“. „Ach Kinners, na schön, ganz kurz. Ihr meint DAS Volleyballspiel? Na dann haltet die Ohren steif, denn das war ein Abenteuer, bei dem sogar die Pfosten vor Aufregung gezittert haben! Es war an einem sonnigen Tag, irgendwo am Rand der Siebenunddreiviertel-Meere. Meine Mannschaft, der Stürmische Seebären SVV trat gegen die Marburg-Biedenkopf Seegurken an. Aber der Name täuscht Kinners, denn Gurken waren das keine, die schlugen Volleybälle wie Kanonenkugeln!
Der erste Satz ging los. Die Marburg-Biedenkopf Seegurken waren noch junges Gemüse aber das hinderte sie nicht daran, ihre flinken Flossen einzusetzen und wie achtarmige Oktopusse den Bällen hinterher zu hechten und sie im Tempo von Turbogarnelen in unser Feld zu pfeffern. Wir verloren 17:25.
Der zweite Satz? Tzja, da ging’s heiter weiter Kinners. Die Seegurken aus dem Marburger Süd-Meer setzten ihren gefürchteten Kniekehlen-Klacker-Konter ein – ein Trickschlag der so hinterlistig ist, dass er normalerweise in drei Unterwasserstaaten verboten ist. Zack! Satz verloren! 21:25 für die Gurken und nur noch ein Satz zum Sieg!
Im dritten Satz schien zuerst alles verloren. Doch dann tauchte plötzlich ein monströser Meereswirbel auf – bestimmt der Zyklon Zwickelzopf, ein berühmter Windgeist, den nur echte Seebären kennen! Der Wirbel packte den Ball, wirbelte ihn zwölf mal herum und ließ ihn dann direkt in das gegnerische Feld plumpsen. Zack, 25: 18 für uns und der erste Satz gewonnen!
Der vierte Satz war schnell gewonnen, obwohl Hein Blöd die ganze Zeit den Ball mit einer Kokosnuss verwechselte. „War halt rund!“, sagte er später. 25:16 für uns.
Dann kam der fünfte Satz. Der alles Entscheidende. Der Satz von dem man heute noch in den dunklen Kneipen der Nord-Süd-West-Ost-Inseln flüstert. Er war so dramatisch, dass der Schiedsrichter seine Pfeife verschluckte und nur noch piepsen konnte. Jeder Ballwechsel dauerte so lange, dass man zwischendurch ein Nickerchen halten konnte. Sogar ein paar Möwen blieben stehen und applaudierten. Und dann geschah es: Hein Blöd – der alte Tölpel - stolperte über eine ungünstig liegende Makrele, rutschte aus, drehte sich dreifach rückwärts, streckte seinen Arm raus und pritschte den Ball völlig ausversehen perfekt zu mir. Ich sprang hoch wie eine geölte Sardelle und donnerte den Ball mit Wucht ins Feld der Seegurken.
Stille. Dann Jubel. Kreischen. Möwen-Gesang.
3:2 für den Stürmische Seebären SVV und das gegen die bisher ungeschlagenen Marburg-Biedenkopf Seegurken!
Tzja Kinners, und so haben wir damals gewonnen, auch wenn der Schiedsrichter später behauptete, Hein hätte nur versucht, eine vorbeifliegende Makrele zu fangen. Aber Kinners… das ist eine andere Geschichte.





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