Ankommen - Steigern - Dranbleiben: SVV fordert den Tabellenführer
- svv-damen1
- 22. Jan.
- 3 Min. Lesezeit
Nach einer langen Winterpause stand für die Damen 1 des SVV das Auswärtsspiel gegen den Tabellenersten SG Volleys Marburg-Biedenkopf III an – und der Spieltag begann direkt mit einem kleinen Schreckmoment: Die Trikots waren nicht da!
Kurze Telefonate, etwas Aufregung, aber die Rettung kam in letzter Minute: Dank unserer treuen Fans, die kurz vor der Abfahrt standen und noch rechtzeitig informiert wurden, konnten die Trikots der Damen 2 organisiert werden. Während des Einschlagens trafen diese schließlich ein – und wir liefen kurzerhand inkognito auf: neue Nummern, neue Namen (neue Spiel-Identitäten?).
Der erste Satz begann noch relativ ausgeglichen, doch ungefähr im Mittelteil des Satzes schlichen sich zunehmend Eigenfehler beim SVV ein. Während die SG Volleys viele Bälle stark kratzten, im Spiel hielten und immer wieder neu aufbauten, fehlte auf der SVV-Feldseite phasenweise eine klare Abwehrstruktur, was es dem Team erschwerte, das eigene Spiel ruhig und konstant aufzuziehen. Trotzdem versuchten wir ehrgeizig und mutig zu bleiben. In den Angriffen suchten wir das ein oder andere Mal zu sehr den perfekte Ball auf die Außenlinie, wodurch einige Angriffe leider knapp im Aus landeten. Trainer Alex versuchte durch 2 Auszeiten (9:12, 12:19) motivierende Worte und klare Anweisungen zu verteilen. Beim Stand von 14:20 kam Irmi für Jo über Diagonal, kurz darauf Patty für Katha über Außen (15:23). Der Rückstand war jedoch nicht mehr aufzuholen – der Satz ging mit 15:25 an die Gastgeberinnen.
Auch im zweiten Satz blieb der Tabellenführer dominant. Besonders die gegnerische Spielerin mit der Nummer 4 stellte unsere Abwehr immer wieder vor große Aufgaben: Mit cleveren Angriffen knapp am Block vorbei sammelte sie viele Punkte. Unsere Libera, Hanna, jagte übers Feld und warf sich in jeden Ball, mit dem Ziel schwierige Situationen zu entschärfen. Doch die Gegnerinnen spielten weiterhin äußerst stabil und fehlerarm, was uns deutlich herausforderte. Auch im Mittelteil des 2. Satzes verschenkten wir wichtige Punkte durch Eigenfehler und mussten den Satz 17:25 abgeben.
Nach dem 0:2-Satzrückstand wendete sich das Blatt für den SVV, denn hier war noch gar nichts verloren. Mit höherem Aufschlagdruck, klareren Entscheidungen und spürbar mehr Ruhe im Spiel gelang es früh, in Führung zu gehen und diese auszubauen. Beim Stand von 13:7 sah sich der Gegner zu einer Auszeit gezwungen.
Die Blockarbeit war vom Feinsten: Steffi – ganz klar der Blockchef heute – hatte alles unter Kontrolle, während Börni die Bälle über die Mitte konsequent versenkte. Und auch über Außen und Diago konnten Katha und Irmi durch clevere Lösungen punkten. Wir kamen endlich so richtig im Spiel an! On top reduzierten wir (auf explizite Bitte von Trainer Alex) unsere Eigenfehler und zogen davon.
Beim Spielstand von 20:11 wechselte Biedenkopf zwei Spielerinnen und kam noch einmal zu zwei Punkten. Trainer Alex reagierte jedoch mit einer taktischen Auszeit bei 20:13, nahm den Schwung sofort raus und führte das Team konzentriert zum 25:16-Satzgewinn. Jawoll – hier war noch alles drin!
Motiviert vom Satzgewinn starteten wir auch im vierten Satz stark und gingen früh in Führung. Bereits beim Stand von 2:4 nahm der gegnerische Trainer eine Auszeit.
Das Spiel blieb eng und auf Augenhöhe, es folgten lange Ballwechsel und wenige Eigenfehler auf beiden Seiten. Der SVV lag zwischenzeitlich mit 15:13 vorne, ehe die SG Volleys knapp vorbeizogen (16:18). Trainer Alex versuchte in einer Auszeit die richtigen Worte zu finden und Lösungen vorzuschlagen. Doch in der Schlussphase zeigte der Tabellenführer erneut seine Qualität, vor allem über starke Aufschläge und druckvolle Angriffe über Außen. Sodass trotz großem Einsatz und viel Zusammenhalt auf dem Feld der Satz knapp mit 22:25 an den Tabellenführer ging.
Auch wenn das Spiel am Ende mit 3:1 an die SG Volleys Marburg-Biedenkopf III ging, haben wir vor allem nach den ersten beiden Sätzen spielerisches Können auf Augenhöhe gezeigt. Mit wachsendem Teamgeist, mehr Ruhe im Spiel und klareren Aktionen konnten wir uns steigern und dem Tabellenführer phasenweise richtig Paroli bieten.
Besonders gut tat dabei die konstant aktive und motivierende Auswechselbank, die uns über das gesamte Spiel hinweg gut gelaunt angefeuert hat. Großes Dankeschön auch an unsere treuen Fans, die den weiten Weg mit Selbstverständnis auf sich genommen haben und lautstark von den oberen Rängen angefeuert haben.
Wir nehmen unseren Kampfgeist aus Satz 3 und 4 mit und arbeiten daran, unsere Eigenfehler frühstmöglich zu minimieren. So können wir am kommende Samstag dem Heimspiel mit neuer Motivation und klarem Fokus optimistisch entgegenblicken!



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